Erfahren Sie alles über Bootstypen in unserem umfassenden Leitfaden. Von nautischen Fachbegriffen über verschiedene Schiffstypen bei Segelyachten bis hin zu Segeltypen, Rigg und den wichtigsten Teilen eines Motorbootes – dieser Artikel bietet wertvolle Informationen für Bootsliebhaber und Einsteiger.
Tauchen Sie ein in die Welt der Boote!
Einleitung
Meist ohne Vorkenntnisse nehmen jedes Jahr viele Segler erfolgreich an ihrem ersten Segelkurs teil. Diese Kurse geben einen großartigen Einblick in die Welt des Segelns und zeigen, was mit größeren Booten möglich ist. Auch vermitteln sie den Spaß, den man beim Segeln haben kann.
Die Kurse finden meist in Segelschulen statt, von denen es in Deutschland und überall auf der Welt viele gibt. Ist diese Segelschule vom Deutschen Segler-Ver-band (DSV) anerkannt, können Sie sicher gehen, dass Ihr Kurs nach den üblichen Standards stattfindet und Sie in sicherer Umgebung die notwendigen Informationen erhalten, um an dieser Sportart lange Freude zu haben.
In dieses Buch fließen die Erfahrungen Hunderter erfahrener Segeltrainer ein. Die beschriebenen und gezeigten Techniken sind erprobt und getestet worden und sind für die meisten Fahrtensegelboote geeignet. Wir hoffen, dass Sie an diesem Buch Spaß haben und es Ihnen nützlich ist. Mast und Schotbruch!
Nautische Fachbegriffe
Es lohnt sich, die nautischen Fachbegriffe zu lernen, denn es handelt sich um exakte Bezeichnungen technischer Besonderheiten. Auf diese Weise kommt es nicht zu Verwechslungen, und man versteht und erlernt den Sport schneller.

In diesem Buch werden durchweg nautische Fachbegriffe verwendet. Versuchen Sie, die Begriffe auf See zu verwenden – sie sind eindeutig und helfen allen Beteiligten sich zu verstehen.
Verschiedene Schiffstypen bei Segelyachten
Segelboote gibt es in allen Formen und Größen, und manche sind hoch spezialisiert.
| Titel | Bild | Beschreibung |
|---|---|---|
| CRUISER-RACER | ![]() | Diese Boote verbinden gute Leistung mit Komfort. Bei Regatten können schwere Gegenstände von Bord genommen werden. Viele Eigner haben zwei Segelsätze – einen für das Fahrtensegeln und einen für Regatten. |
| MOTORSEGLER | ![]() | Eine Kompromisslösung zwischen Segelverhalten und Komfort. Die Boote haben eine starke Maschine, um auch bei ungünstigem Wind vorwärts zu kommen. |
| TRADITIONSSEGLER | ![]() | Viele Segler haben Spaß an diesem Schiffstyp. Früher wurde mit ihnen Handel an der Küste betrieben. |
| KLEINER KREUZER MIT DSCHUNKENRIGG UND KIMMKIEL | ![]() | Das asiatische Rigg ist einfach zu segeln und kann leicht ein-hand gefahren werden. |
| KLEINE REGATTAYACHT ODER KIELBOOT | ![]() | Entworfen für Tagesregatten, werden diese leichten Boote meist unter Land oder binnen gesegelt. Sie sind leistungs-stark, anspruchsvoll und aufregend zu segeln. |
| MITTLERE ODER GROSSE FAHRTENYACHT | ![]() | In der Regel mit gutem Komfort ausgestattet, sind sie leicht zu handhaben, verlässlich und sicher, haben aber immer noch ein vernünftiges Segelver-halten. |
| FAHRTENKATAMARAN | ![]() | Mehrrumpfboote sind meist eine gute Kombination aus Segelleistung und Komfort. Sie werden viel auf langen Hochseepassagen gefahren, segeln großartig vor dem Wind. |
| FAHRTENYACHT MIT WINDSURF-RIGG | ![]() | Dieses Rigg ist leicht zu fahren, besonders mit wenig Crew. |
| REGATTA-TRIMARAN (3 RÜMPFE) ODER KATAMARAN (2 RÜMPFE) | ![]() | Schneller als mit diesen Booten kann man nicht segeln. Sie sind schnell, auf-regend, verzeihen keine Fehler und nur für erfahrene Segler geeignet! |
| RAHSEGLER | ![]() | Entweder restauriert oder als Neubau werden sie als Segelschulschiff eingesetzt und bei besonderen Events für Großsegler. |
| KLASSISCHER LANGKIELER | ![]() | Der lange, durchgehende Kiel und gut ausbalancierte Segel sorgen dafür, dass diese Boote auf See gut Kurs halten können – allerdings ist mit ihnen das Manövrieren unter Motor im Hafen recht schwierig. |
| PRIVATE/CHARTER-LUXUSYACHT | ![]() | Auf einer Superyacht ist Geld meist kein Thema. Die meisten werden von einem Berufskapitän und einer bezahlten Crew gesegelt. Häufig verbringen diese Yachten ein halbes Jahr in der Karibik und das andere halbe Jahr im Mittel-meer. |
| HOCHLEISTUNGS-RENNYACHT | ![]() | Segel, Rigg und Rumpf bestehen meist aus High-Tech-Materialien, wodurch sie sehr leicht, stark und schnell sind. Sie sind anspruchsvoll zu segeln. |
Fast alle Boote sind auf ihre Art und Weise eine Kompromisslösung, und die Konstrukteure versuchen stets, das Gleichgewicht zwischen Komfort und Leistung zu halten.
| Verschiedene Schiffstypen bei Motoryachten | ||
|---|---|---|
| Titel | Bild | Beschreibung |
| MOTORBOOT MIT FLYBRIDGE | ![]() | Findet seinen Einsatz größtenteils als Freizeit-und Charterboot. |
| HALBGLEITER | ![]() | Werden meist als Lotsenboote eingesetzt und auch von Hafenmeistern gefahren, sind aber auch auf dem Freizeitmarkt anzutreffen. |
| FESTRUMPFSCHLAUCHBOOT (RIB) | ![]() | Sie sind leicht, schnell und seetauglich und werden beruflich und freizeitmäßig genutzt. |
| VERDRÄNGER | ![]() | Transport-oder Arbeitsschiffe, die gelegentlich auch für Schulungen eingesetzt werden. |

Segeltypen und Bezeichnungen
Auf einem Segelboot muss man die einzelnen Teile der Segel und des Riggs kennen, um das Segeln besser zu verstehen.

Rollreffanlage. Ein Vorsegel, das bei jeder Windstärke gefahren werden kann. Es kann bei auffrischendem Wind von der Plicht aus durch Ziehen an der Rollreffleine verkleinert werden. Das Segel wird dann um das Vorstag aufgewickelt.

Vorsegel mit Stagreitern. Vorsegel in verschiedenen Größen werden am Vorstag mit Stagreitern angeschlagen. Das Segel ist sicher am Boot befestigt und läuft weniger Gefahr, bei einem Segelwechsel über Bord zu gehen.

Segel im Profilvorsteg mit Hohlkehle (Nut). Unterschiedlich große Vorsegel können in eine Nut im Vorstag eingeführt und gesetzt werden.

Dadurch erhält das Segel ein aerodynamisches Profil und ist in der Segelleistung effizienter.
Rigg und Segel
Verstellbare Backstage. Werden die Backstagen angezogen, biegt sich der Mast nach achtern.

Das Profil des Großsegels wird dadurch flacher, und man nimmt bei starkem Wind Druck aus dem Segel.

Typische Grollschotführung. Die Anordnung von Blöcken und Taljen reduziert den Kraftaufwand zum Dichtholen des Großsegels.

Baumniederholer. Wenn der Wind von achtern kommt, hindert der Baumniederholer den Baum und das Großsegel daran, zu sehr zu steigen.

Teile eines Motorbootes

Ankerwinde. Eine Ankerwinde befindet sich üblicherweise am Bug in der Nähe des Ankerkastens, weil sie auch dort zum Einsatz kommt.

Betätigt wird sie mittels einer handoder fußgesteuerten Fernbedienung von der Brücke aus oder von Deck.

















