bound4blue sammelt 44 Mio. $ für Windantriebssysteme – Skalierung der eSAIL‑Technologie im Schiffsverkehr
bound4blue, ein Unternehmen für Windantriebssysteme im Schiffsverkehr, hat in seiner neuesten Finanzierungsrunde 44 Mio. $ eingesammelt.
Die Investoren umfassen maritime Unternehmen, Familienbüros aus der Schifffahrt, klimafokussierte Investoren und staatliche Fonds. Die Runde wurde von OCTAVE Capital (ein Investment‑Plattform des Schiffseigners IMC) und Katapult Ocean angeführt. Neue Geldgeber sind Motion Ventures, das Odfjell‑Familienbüro und der ReOcean Fund, verwaltet von der Prinz‑Albert‑II‑von‑Monaco‑Stiftung und Monaco Asset Management.
Bestehende Investoren – Shift4Good, KAI Capital, GTT Strategic Ventures und CDTI (Innvierte SICC) – haben ihr Engagement ebenfalls erhöht.
OCTAVE Capital CEO May Liew erklärte:
„Wir investieren in bound4blue, weil Windantriebssysteme von einer vielversprechenden Innovation zu einer nachgewiesenen, skalierbaren Klimainfrastruktur geworden sind. Für die Schifffahrt, wo der Treibstoffwechsel noch Jahre entfernt ist, liefert diese Technologie sofortige CO₂‑Reduktionen.“
Das Unternehmen will das Geld nutzen, um die Suction‑Sails‑Technologie industriell zu fertigen und Forschung & Entwicklung zu verstärken. Ziel ist die Produktion von mehreren hundert Segeln pro Jahr, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Die eSAILs erzeugen zusätzlichen Schub aus Wind, reduzieren Motorlast, Kraftstoffverbrauch und CO₂‑Emissionen. Drittprüfungen zeigen tägliche Einsparungen von 1,7 t Kraftstoff (max. 5,4 t) auf der Ville de Bordeaux und durchschnittliche Reduktionen von 15‑20 % (einzelne Strecken bis zu 40 %) auf der Bow Olympus von Odfjell.

Quelle: bound4blue
Bisher wurden eSAILs auf sieben Schiffen installiert, Aufträge für 12 weitere liegen vor – nach Abschluss also über fünfzig Segel. Kunden sind u. a. Maersk Tankers, Odfjell, Eastern Pacific Shipping, BW Epic Kosan und Klaveness Combination Carriers.
CEO und Mitgründer José Miguel Bermúdez sagt: „Diese Runde markiert eine neue Phase. Zuvor ging es um die Validierung der Technologie, jetzt stärkt das Kapital die langfristige Unterstützung von Investoren, die die Schifffahrt verstehen und unsere industrielle Vision teilen.“
Prognosen: bis 2027 sollen die Systeme jährlich über 400 000 t CO₂ einsparen; von 2024 bis 2027 insgesamt mehr als 570 000 t – basierend auf parallelen Produktionslinien in Spanien und China.
Angesichts bevorstehender Regulierungen (2030) prüfen immer mehr Branchenakteure Nachrüstungen. Die Suction‑Sails können sowohl nachgerüstet als auch in Neubauten integriert werden. Regulierungen wie CII, EEXI/EEDI, FuelEU Maritime und EU‑ETS bieten Anreize für emissionsarme Lösungen.
